Zwischen Dropbox-Philosophie und Offline-Freunden

von: Elvia Gaida Datum: am 03.05.2012
Das DestinationCamp 2012 ist vorbei. Viele neue Eindrücke, Kontakte, Ideen und Lösungen nahmen die Teilnehmer mit nach Hause. Einige dieser Ergebnisse werden Eingang in die Praxis finden, andere verworfen und wieder andere nächstes Jahr weiterentwickelt.
DestinationCamp 2012 - Mindmap Produktgestaltung mit Innovation © Johannes Leistner
DestinationCamp 2012 - Mindmap Produktgestaltung mit Innovation © Johannes Leistner

Es ist schwierig ein Fazit zu ziehen, denn das Wort "Fazit" ist so final. Und so habe ich die Kreativ- und Zukunftswerkstatt nicht empfunden. Es war eine Weiterführung aus dem letzten Jahr, ein Anfang für das nächste Jahr und für manche auch der Beginn eines neuen Lebens.

Der Einstieg mit der Keynote durch Hasso von Düring in die Szene der touristischen Swingerclubs ließ mich zwar kurz erschaudern, aber als die Arbeit in den einzelnen Werkstätten begann und die Goldgräber ihre Schaufeln auspackten, siegte - soweit ich das beurteilen kann - bei uns allen die Zuversicht, dass der Tourismus insgesamt eine Zukunft hat.

DestinationCamp 2012 - Keynote mit Hasso von Düring (TUI) © Johannes Leistner
DestinationCamp 2012 - Keynote mit Hasso von Düring (TUI) © Johannes Leistner

Im Zusammenhang mit diesem Wochenende kam mir das Wort Dropbox-Philosophie in den Kopf: Wir haben Menschen eingeladen Gedanken zu teilen, gemeinsam daran zu arbeiten und Ergebnisse zu bekommen, die wiederum allen zur Verfügung stehen und verändern. Das war der Team-Geist, über den schon so viel getwittert, gepostet und tatsächlich auch offline gesprochen wurde.

Und auch das ist mein Eindruck: Trotz der Tatsache, dass wir einen Apple-Store komplett hätten bestücken können, waren es die Offline-Gespräche und die Diskussionen in jeder Themen-Werkstatt, die die Ergebnisse haben entstehen lassen. Es hat Spaß gemacht in den Gruppen zu arbeiten und immer wieder in neuen Konstellationen zu diskutieren. Die Ballung von so viel KnowHow in nur einem Gebäude an nur einem Wochenende mit dem Ziel den Tourismus der Zukunft zu gestalten, hätte einem schon ein wenig Angst machen können...

DestinationCamp 2012 - Werkstatt Datenhoheit © Johannes Leistner
DestinationCamp 2012 - Werkstatt Datenhoheit © Johannes Leistner

Aber die Atmosphäre war super und sehr freundschaftlich und wie man an den Ergebnissen sehen kann eine echte Goldgrube! Ich hatte den Eindruck, dass jeder Teilnehmer etwas für sich mitnehmen konnte und sich die rauchenden Köpfe, hitzigen Diskussionen und DIN A0 großen Mindmaps gelohnt haben.

Auch als Mindmapperin fühlte ich mich als Teil eines Teams. Und je weiter unsere Zweige der Erkenntnis in der Mindmap ausgeführt, gekürzt, gelöscht und neu geschrieben wurden, desto näher kam man dem Kern. Bei unserem Filmthema haben Bernhard Lingg und ich nach den Veranstaltungen viel gegrübelt, zusammengefasst und Thesen entwickelt. Und als wir dachten, wir wären die letzten kamen aus den anderen Arbeits-Räumen die anderen Teams heraus, mit ähnlich vielen Rauchwolken über ihren Köpfen. Aber alle zufrieden mit dem was sie geschafft hatten. Und am Samstag natürlich in freudiger Erwartung auf das erste Bier. Denn trotz der vielen Arbeit kam der Spaß, auch dank der Abendplanung von Oliver Puhe, nicht zu kurz! An besagtem Rauchwolken-Abend ging es dann (im 5* Taxi ;-) ) ins Herzblut auf die Reeperbahn. Ein super Abend! Und für die meisten definitiv länger als bis nachts um halb eins!

DestinationCamp 2012 - Mittagspause in der ISM © Johannes Leistner
DestinationCamp 2012 - Mittagspause in der ISM © Johannes Leistner

Meine Vermutung, der Sonntag könnte etwas Reeperbahn-Ermüdungslastig sein, bestätigte sich nicht. Die Zusammenarbeit war gerade Sonntag besonders gut und ergiebig. In nur 2 Stunden wurden die Kerne und Lösungen zu den Thesen jedes einzelnen Themas herausgearbeitet. Wörter wie Customer Journey und Touchpoints standen definitiv im Mittelpunkt und auch wenn die gefühlt hundertste Erwähnung der Wörter für allgemeine Belustigung sorgte, wurde doch deutlich, dass anscheinend genau diese Begriffe die Zukunft prägen.

DestinationCamp 2012 - Bewegte Bilder-Werkstatt mit Bernhard Lingg und Elvia Gaida © Johannes Leistner
DestinationCamp 2012 - Bewegte Bilder-Werkstatt mit Bernhard Lingg und Elvia Gaida © Johannes Leistner

Und damit die Ergebnisse den Sprung in die Praxis schaffen, stellen wir Ihnen mit diesem Blogbeitrag die vollständigen Mindmaps zum Download (je Thema eine .zip-Datei mit MMAP und PDF) und die Ergebnispräsentationen von Sonntag zur Verfügung!


→ Und ob Sie es glauben oder nicht, Benjamin Buhl plant schon das #dc13 ;-) Da sage ich nur: Save the Date – Freitag, 26. April 2013 um 17:00 Uhr - Sonntag, 28. April 2013 um 16:00 Uhr. Alle Infos dazu finden Sie bald auf destinationcamp.com. Ich freue mich auf ein spannendes DestinationCamp 2013!



Über den Autor

Elvia Gaida

absolvierte nach ihrem Bachelor-Studium der Kulturwissenschaften ein Master-Studium im Bereich Management & Entrepreneurship mit den Schwerpunkten Marketing,Tourismusmanagement & Business Economics. Elvia unterstützte das netzvitamine Team bis Anfang 2015 als Junior-Consultant.

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