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Was kommt nach den Apps?

von: Martin Schobert Datum: am 19.02.2013
Reale und digitale Welten wachsen immer stärker zusammen: QR Codes zur Besucherinfo und -lenkung in Parkanlagen, "Magic Mirrors" im Flagship Store von Burberry London lässt Kunden auf virtuelle Laufstege steigen, mit der Social Denim von Replay ist man über ein kleines Gerät in der Vordertasche mit sozialen Netzwerken verbunden. Was bedeuten digitale Besucherlenkung, Sammelpässe und Location Based Services für TouristikerInnen?

Biometrische Kontaktlinsen oder die Recon Mod Live Skibrille blenden während des Sports relevante Informationen in das Auge des Freizeitsportlers ein. Und Adidas miCoach, ein Sport-BH misst Herzfrequenz und verbrauchte Kalorien und sendet diese automatisch an die Adidas-micoach-App die sie individuell auswertet und das weitere Trainingsprogroamm empfiehlt.

Wie schaffen wir es, hier nicht den Anschluss zu verlieren?

Gesundheits- und sportorientierte Destinationen können ihren Gästen in Kooperationen mit innovativen Sportartikel- oder Modeunternehmen solch relativ kostengünstig zu realisierenden Services als Alleinstellungsmerkmal anbieten.

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Wearable Technologies brauchen vielleicht noch ein bisschen, aber Location Based Services sind heute schon in den Destinationen angekommen und setzen auf Besucherlenkung mit Hilfe digitaler Instrumente:

Ski amadé offeriert in deren App die kürzesten Wegstrecken zur nächsten Hütte oder ins Tal, Saalbach bietet als weltweit erste Destination auf Besucherlenkung Foursquare-Badges. Wörthersee-Tourismus oder das oberösterreichische Wanderreitzentrum Pferdereich-Mühlviertler Alm sind gerade in der Realisierung ähnlicher Projekte.

Und die kleine Tourismusgemeinde Oberstaufen im Allgäu hat mit Google Goggles den ersten virtuellen Tourismus-Print-Katalog der Welt produziert und verteilt.

Fazit und Handlungsaufforderung

Suchen Sie Kooperationspartner - nicht Ihre Webagentur. Vielmehr halten Sie Ihre Augen offen, besuchen Sie die ISPO, Cebit oder die Next Service Design Konferenz.

Verzichten Sie auf die Teilnahme an einer Publikumsmesse oder die Durchführung eines Direct Mailings und reservieren Sie stattdessen 10 bis 30.000 Euro Ihres Marketingbudgets für innovative Projekte die Ihnen auch entsprechende PR-Präsenz versprechen ( über Saalbach berichteten zahlreiche Weblogs, die FVW und wir nun hier...).

Und scheuen Sie nicht davor zurück, auch aus Fehlschlägen lernen zu wollen. Das ist die Basisvoraussetzung für erfolgreiche Innovationen!



Über den Autor

Martin Schobert

ist Geschäftsführer und Mitgründer von tourismusdesign, einem Büro für Produktentwicklung und Kommunikationsberatung im Tourismus. Das interdisziplinäre Geschäftsführer-Duo (Landschaftsarchitektin und eTourismus/PR-Spezialist) inszeniert touristische Marken und Angebote als Gäste-Erlebnisse in Landschaften und der Kommunikation. Durch fächerübergreifende Kompetenz planen und gestalten sie Marken-Kontaktpunkte entlang der gesamten Customer Journey von Gästen.

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