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vitaminschub Oktober 2013

von: Ilka Leutritz Datum: am 17.11.2013
Die zehnte Auflage der Monatszusammenfassung - aktuelle Infos und Hintergründe zu Entwicklungen der digitalen Welt und aus dem Tourismus im Monat Oktober.

Der Oktober fand mit Orkan Christian einen sehr stürmischen Abschluss und hat insbesondere in Norddeutschland deutliche Spuren hinterlassen. Sogar in Hamburgs Innenstadt wurde es ziemlich chaotisch. Zeit also für die ruhige Jahreszeit und ein bisschen weniger Turbulenzen in den kommenden 2 Monaten.

Hier aber erstmal die ausführlichen Einzel-Meldungen für den Monat Oktober:

// Reisemarkt

Mittlerweile sind auch die letzten "Auf-den-Tischen-Tänzer" vom Oktoberfest wieder im Alltag angekommen – bei 6,4 Millionen Besuchern keine leichte Aufgabe diese Massen wieder nach Hause zu bringen.

Lange werden sie wohl auch zu Hause nicht verweilen, denn frisch zurückgekehrte Urlauber sind die, die direkt wieder buchen würden.

Bevor aber gebucht wird, geht es ums Planen. Bild.de und TripAdvisor machen nun gemeinsame Sache und haben das Reiseportal Travelbook gelauncht. Frei nach dem Motto Versuch macht klug .

Nach diesem Motto mag jedoch nicht jeder Tourist seinen Urlaub gestalten und mancheiner wird lieber auf Nummer sicher gehen. Dies ist nun auch für einen bevorstehenden Urlaub auf der Insel Rügen möglich, die dank Heliview nun vorab überflogen werden kann.

Wo es gerade um Überflieger geht: AirBnB muss in den USA kräftig einstecken und sich immer stärker in die Verantwortung nehmen lassen. Letztere lehnte AirBnB allerdings erst einmal ab, als die Konkurrenz (Wimdu, 9flats und House Trip) anfragte, eine Interessengemeinschaft zu gründen, um die Lobbyarbeit im Bereich Privatunterkünfte zu stärken.

Verantwortlich fühlte sich an anderer Stelle leider niemand mehr, als es darum ging, den Haushaltsstreit in den USA abzuwenden. Immerhin wurde der Shutdown wieder beendet und die Urlauber können die Nationalparks und Sehenswürdigkeiten wieder aus der Nähe betrachten.

Screenshot © 2015 oyster.com
Screenshot © 2015 oyster.com

Ohne solche Einschränkungen empfangen die deutschen Destinationen Ihre Gäste, was der Destination Award 2013 von HolidayCheck
auch in diesem Jahr wieder würdigte. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner; besonders an Hamburg (Städtereisen) und Oberstaufen (Urlaub zu zweit).

Beglückwünschen darf man wohl auch TripAdvisor zur Übernahme von Oyster, einem amerikanischen Hotelbewertungsportal.

Die einen finden sich, die anderen trennen sich: Bei den Provisionsverhandlungen zwischen Thomas Cook und Unister gibt es bis auf weiteres keine Einigung und somit werden Thomas Cook Angebote nicht mehr im präferierten Sortiment von Unister gelistet.

// Veranstaltungen

Gleich zu Beginn des Monats gab es mit dem Google Analytics-Summit 2013 eine sehr informative Keynote. Unter dem Motto Access, Empower, Act wurden 14 neue Funktionen präsentiert, die in Google Analytics integriert wurden. In dem nachfolgenden Event A Morning with Google+ präsentierte der Internetgigant zudem neue Funktionen für ihr soziales Netzwerk Google+.

Preisträger Deutscher Tourismustag 2013 © DTV
Preisträger Deutscher Tourismustag 2013 © DTV

Beim Deutschen Tourismustag in Lübeck kamen - wie jedes Jahr - Touristiker und Entscheider aus ganz Deutschland zusammen, um neben dem Informations- und Meinungsausstausch rund um die Vorträge und Diskussionen, auch die Verleihung des Deutschen Tourismuspreises 2013 zu erleben.

Wir gratulieren auf diesem Wege ganz herzlich den Gewinnern: der Explorer Hotels Entwicklungs GmbH, der TUI Deutschland GmbH, der Hameln Marketing und Tourismus GmbH sowie der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH zu ihren mutigen, nachhaltigen, innovativen und kreativen Konzept-Ideen.

Mut, Innovation und Kreativität ist auch wieder auf dem DestinationCamp 2014 gefragt. Eine erste Umfrage zu aktuellen Themschwerpunkten bietet noch bis Ende November jedem Branchenteilnehmer die Möglichkeit, seine Interessen und Brennpunkte zu nennen. Dieses Jahr möchten wir von Ihnen neben thematischen Wunschinhalten auch gerne Vorschläge für geeignete Moderatoren sammeln. Nehmen Sie sich die 3 Minuten Zeit und sagen Sie uns hier Ihre Meinung!

Übrigens: Stand heute sind nur noch 17 Tickets für die Kreativ- und Zukunftswerkstatt im Tourismus verfügbar - schnell anmelden lohnt sich also ;)

// Zahlen und Daten

14 Mal pro Tag rufen Facebook-Nutzer im Durchschnitt das soziale Netzwerk auf. Diese und weitere Zahlen veröffentlichte nun Facebook mit Blick auf die immer mobiler werdenden Konsumenten.

Auch der E-Commerce im mobilen Segment steigt zusehends, wie jetzt die Marktstudie E-Commerce-Markt Deutschland 2013 von EHI und Statista herausfand. Die Nutzung von Social Media ist für Online-Händler den Zahlen zufolge unverzichtbar – von darüber generierten Umsätzen wird leider nicht gesprochen.

Dafür werden diese im Bereich Mobile Payment umso lauter hinausposaunt: 27 Prozent Wachstum kann sich sehen lassen – in Europa entfallen laut Adyen Global Payments Index schon 18,2% der Transaktionen auf mobile Vertriebskanäle.

iPhone 4S mit Apps © netzvitamine GmbH
iPhone 4S mit Apps © netzvitamine GmbH

In der Reisebranche steigen die Umsätze im mobile Commerce ebenfalls. Hier sorgt die Generation Y, auch the Millenials genannt, für die Umsatzzuwächse. Laut der Expedia/Egencia-Studie 'The Future of Travel' buchen immer mehr unter 30jährige ihre Urlaubsreisen mittlerweile über das Smartphone.

Von den über 45jährigen buchen derzeit 7% über das Smartphone. Tablets sind in diesem Umfeld sicher umsatzstärker. So oder so muss die die Reisebranche schnellstens darauf einstellen – Smart Data scheint hier das Stichwort – und gleichzeitig die Herausforderung.

Eine Herausforderung ist das Thema Mobile auch für viele Hoteliers. 48% der in einer Studie von TripAdvisor befragten Hoteliers machen fehlendes Wissen dafür verantwortlich, dass zum Beispiel ihre Websites nicht für mobile Endgeräte optimiert sind.

Von fehlendem Wissen kann bei den meisten Reisebürokunden nicht mehr die Rede sein. Laut der Customer Journey Travel-Studie haben 47% der Reisebürokunden sich vorab bereits im Internet informiert, bevor sie ins Reisebüro gehen. Schon acht von zehn Buchungen werden zuvor online recherchiert .

Ob Online oder Offline weiß man zwar bei der Statista-Studie zu den inländischen Übernachtungszahlen nicht, gewiss ist aber, dass die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr gewachsen sind: 2% mehr Übernachtungen aus dem Inland und ganze 7% Wachstum bei den Übernachtungen ausländischer Gäste. Welcome in Germany!

Willkommen fühlen sich scheinbar auch die Hamburger Gäste. Inzwischen zwar immer mit der Auflage der Bettensteuer, aber das scheint die Gäste nicht zu stören – die Übernachtungszahlen sind seit Jahresbeginn um stolze 10,5% gestiegen. Einzig die Stadt selbst lässt sich von den bisher unter den Erwartungen liegenden Einnahmen die Laune verderben.

Freuen dürften sich derweil die Hoteliers, die laut einer Studie der Hotelgruppe Accor großes Vertrauen bei ihren Gästen im Social Web genießen. 46% der touristischen Marken, die Konsumenten in den Social Media folgen/liken, sind Hotels. Auch die Informationssuche erfolgt bei 57% der Suchenden auf den Hotelwebsites direkt. Einzig die Tatsache, dass insbesondere sehr preisaffine Kunden über Social-Web-Rabatt-Schlachten zu „Followern“ gemacht werden, dürfte dem ein oder anderen missfallen und stellt die Nachhaltigkeit in Frage.

Ihre positiven Erlebnisse und Empfehlungen, aber auch Missfallen publizieren viele Gäste auf Bewertungsplattformen. Laut einer neuen Studie von TrustYou verändern sich die Bewertungen zusehends - hin zu sehr viel positiveren Beiträgen, die in der Quantität aber abgenommen haben .

Wohingegen die Quantität der Internetnutzer und -gestalter stetig zunimmt, weltweit aber nicht gleich verteilt ist: Die einen produzieren, die anderen absorbieren. Verschiedene Karten visualisieren dieses Ungleichgewicht der Online-Welt.

// Social Web

Facebook startet den Oktober mit dem offiziellen Rollout der Page Insights: Nun stehen die neuen Statistiken allen Seiten-Betreibern zur Verfügung. Zur Verfügung stehen den Nutzern nun über die Suche auch alle Profile der anderen Facebook-Nutzer; ein Verstecken des eigenen Profils ist nicht mehr möglich.

Die Beiträge von Jugendlichen werden ebenfalls nicht mehr versteckt und nur dem jeweiligen Bekanntenkreis freigegeben, sondern ab jetzt öffentlich ausgespielt.

Rezensieren Button bei Facebook © Facebook Inc.
Rezensieren Button bei Facebook © Facebook Inc.

Öffentlich und vor allem sehr viel präsenter wurden durch die Einführung der Rezensieren-Buttons die Bewertungen von Nutzern.

Diese Änderungen scheinen bislang definitiv keine negativen Folgen zu haben: das dritte Quartal 2013 liefert dem Netzwerk-Giganten eine starke Steigerung des Umsatzes. Bei solchen Gewinnsummen ist sicherlich auch der ein oder andere weltweite Zusammenbruch leicht zu verkraften.

Ob es durch die Integration von Werbung zu ähnlich starken Umsatzzunahmen kommen wird, möchten Instagram und Pinterest wohl gerne wissen und testen das Schalten von Werbung.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat diese Hürde ja schon vor längerer Zeit genommen; nun wird hier darüber diskutiert, die 140-Zeichen-Grenze zu lockern, um so insbesondere Marketern mehr Freiräume zu geben. Nun gut, wer es nicht schafft, seine Botschaft in 140 Zeichen zu schreiben, hat eigentlich eh schon verloren. Auch der Grundsatz, ausschließlich Nachrichten im Chatstil zu bieten, scheint sich zu wandeln: Twitter plant einen Deal mit Comcast zu schließen und zukünftig somit auch Fernsehinhalte einzubinden.

Ob die Zukunft für WhatsApp, Twitter und Facebook allzu rosig wird, bleibt abzuwarten: Die Kommunikations-Dienste bekommen Konkurrenz durch den japanischen Anbieter Line.

// Google und die Suchmaschinenwelt

Ein Monat ohne Neuerungen oder technische Updates bei Google ist wohl kaum noch denkbar - so gab es auch im Oktober mit dem Hummingbird-Update umgreifende Neuerungen im Such-Algorithmus des Internet-Riesens.

Wie groß das Reich dieses Riesens ist, zeigt folgende Infografik mit dem passenden Titel Age of Internet Empires.

Diese dominierende Stellung wollte Google wohl gerne dazu nutzen, um die ausgespielten Anzeigen mit Nutzerdaten anzureichern. So sollen beispielsweise Bewertungen von Nutzern mit deren Profilfoto und Namen versehen werden. Dass es hierfür direkt scharfe Kritik und Gegenmaßnahmen gab, war vorherzusehen - die Reaktion vieler Nutzer, ihr Profilbild in ein Foto von Eric Schmidt zu wechseln, jedoch eine überraschende Aktion.

Nicht direkt den Nutzern, sondern vielmehr allen KMU schlug Google kurz darauf mit einer Testaktion in Form von Ausspielung von Bannerwerbung in den Suchergebnissen vor den Kopf.

Und für gleich noch mehr kontroverse Neuigkeiten sorgt Google mit den Spekulationen über ein schwimmendes Rechenzentrum auf einem Containerschiff vor der Küste San Franciscos.

Screenshot © 2015 Google Inc.
Screenshot © 2015 Google Inc.

Nicht mehr schwimmend sind die Ankündigungen zu Google Flights: Die Flugsuche ist nun auch offiziell in Deutschland gestartet und ermöglicht neben gewohnten Filtermechaniken auch die Ermittlung des nächstgelegenen Flughafens über die Auswertung des aktuellen Standorts.

Wer seinen Standort bereits kennt und es geschafft hat, viele Besucher auf die eigene Website zu ziehen, stellt ggf. schnell fest, dass die Mehrheit der Besucher gezielt auf die Seiten mit Webcams gehen - und diese dann zumeist auch genauso schnell wieder verlassen. Sieben nützliche Tipps, wie Sie Ihre Absprungrate verringern können, finden Sie bei traveltrust.

Ob die Absprungraten bei den AdWords wirkliche Absprünge darstellen oder aber der Nutzer evtl. lediglich das Endgerät wechselt und später - angeregt durch die Werbung - erneut auf die Suche geht, versucht Google über eine neue Metrik festzustellen. So soll die Cross-Device-Conversion zukünftig besser nachvollziehbar sein.

Und zu guter Letzt hat Google im Oktober auch die zweite Version seiner Datenbrille bekanntgegeben. Erfreulich für Besitzer der Explorer Edition: Sie können ihre Brille durch die Google Glass 2.0 kostenlos ersetzen lassen.

// Hotellerie

Ersetzt wurde bereits in New York - und zwar die eigene Buchungsmaschine. Nun zieht auch San Francisco nach und ermöglicht den 400.000 monatlichen Seitenbesuchern die Buchung über booking.com.

Buchungsplattformen sind hierzulande für die Hotellerie weiterhin ein Reizthema. Daher wird es viele freuen zu hören, dass möglicherweise bald die Best-Preis-Klausel fallen könnte – und das schon zum Jahresende.

Zwar wäre dann ein Streittheme vom Tisch, aber andere (hausgemachte) Probleme können bzw. wollen die Hoteliers einfach nicht loswerden. Knapp 75% der in einer Studie befragten Hoteliers sagen, dass rein preisgetriebene Deal-Angebote die Marke beschädigen. 80% der Befragten sagt aber, dass ihre Aktivitäten im Bereich der Deal-Angebote in den letzten 5 Jahren stark zugenommen haben. Bei dem Widerspruch fragt man sich, ob man lachen oder weinen soll...

Während in diesem Bereich Widerspruch herrscht, wird an anderer Stelle auf Zuspruch gehofft: Es gibt schon wieder neue Ideen zur Überwindung der Ratenparitäts-Herausforderung. Der Vorschlag ist nun eine einheitliche Buchungsgebühr von 10% auf allen Portalen sowie im Direktmarketing, die durch den Kunden zu zahlen ist. Was der Gast wohl zu dieser genialen Idee sagt? Endlich ist sind wir auch hier zukunftsfähig, Halleluja!

Screenshot © 2013 HRS - Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH
Screenshot © 2013 HRS - Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH

An dieser Stelle - so kurz nach Halloween - kann da auch gut nochmal auf den Artikel Geister, die ich rief aus dem März diesen Jahres gegeben werden. Wir fühlen uns geehrt, dass die fvw im Oktober diesen Titel ebenfalls für eine Titelstory zur Rolle der Hotels im Beziehungsgeflecht von Buchungsportalen, Google und dem Direktvertrieb genommen hat.

Die vielen Geister haben auf jeden Fall kein Logis-Problem: Der Bau von neuen Hotels in Deutschland boomt. Derzeitig wird an 323 neuen Hotels deutschlandweit gewerkelt.

Damit der Gast sich am Ende auch davon überzeugen kann, dass sein Wunschhotel geisterfrei ist, hat Google eine bereits vorhandene Idee in den Hotelfinder integriert: Durch 360-Grad-Fotos wird es einem nun ermöglicht, das Hotel schon vor Anreise genauestens zu inspizieren.

Genauer inspiziert werden sollte wahrscheinlich auch das ein oder andere "Geschäftsmodell der Deal-Portale". Gerade ist es wieder eines weniger geworden – Hipaway ist offline und somit nicht mehr verfügbar.

Exakt zeitgleich (ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) wurde von HRS ein neues Blind-Booking-Portal mit dem Namen Surprice gelauncht. Auch die Ähnlichkeit zu Hipaway ist frappierend.

Frappierend schockierend sind auch die anscheinend gekauften Bewertungen - Authentizität sieht anders aus.

Authentizität wollte auch Qype schaffen. Durch Bewertungen von Nutzern wurden Orte, Geschäfte etc. mit einem Ranking versehen. Wurden, denn Qype wurde zum 31.10.2013 eingestellt. Die Einträge sind allerdings nicht verloren, sondern wurden vom ehemaligen Konkurrenten Yelp übernommen. Zumindest teilweise, was uns sicher im November noch intensiv beschäftigen wird.

Erfreulicher geht es in diesem Übernahme- und Insolvenzchaos zumindest für kleinere Hotels bei TripAdvisor zu. Mit Tripconnect erhalten Einzelhotels die Möglichkeit, über TripAdvisor gefunden aber dennoch durch Direktbuchungen auf der eigenen Website gebucht zu werden. Ein paar Einschränkungen gibt es natürlich trotzdem.

// In other news

Alternative Bezahlmethoden waren im vergangenen #vitaminschub bereits Thema. PayPal versucht weiterhin seine Vormachtstellung auszubauen und will in alle Finanz-Sektoren eindringen. Ob hier durch Appels iBeacon noch richtige Konkurrenz entstehen kann, bleibt abzuwarten.

Für Konkurrenz dürfen nun auch endlich offiziell alle norddeutschen Unternehmen auf Facebook sorgen: Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein hat das Betreiben von Facebook-Seiten als rechtens erklärt - mit Dank an Gott und ein bisschen Hirn.

Etwas mehr Feingefühl beweist plötzlich ausgerechnet Ryanair und erkennt wohl, dass immer nur billig für Kunden wohl doch nicht das Wahre ist: So hat das Billigflug-Unternehmen, nachdem es letzten Monat den Sprung auf in's Social Web gewagt hat, nun auch ihre Website verbessert, um ein wenig mehr Service ohne Zusatzgebühr zu bieten.

Service bieten im Tourismus vor allem interessante Storytelling-Elemente, die den Nutzer regelrecht fangen. Ein gutes Beispiel, wie Parallax Scrolling auch mit waagerechtem Scrollen super funktioniert, zeigt dieser interaktive Lebenslauf, der im vergangenen Monat digital verbreitet wurde. Storytelling im 360-Grad-Stil - sogenanntes Spatial Storytelling - ist nun sogar über eine iPad-App möglich.

Dass nicht immer alles schwierig sein muss, sondern gerade bei Marken auch mal einfach zugehen sollte, zeigt das aktuelle Markenranking deutlich.

Einfach macht es sich auch Google in Bezug auf die neuen Top Level Domains und kauft sich kurzerhand 97 neue Domainendungen. Auch den Tourismus werden diese - voraussichtlich ab Anfang nächsten Jahres eingeführten - Domains beschäftigen: Die aktuelle Top 50 der beliebtesten Endungen bei united domains listet sowohl Städte und Regionen als auch allgemeine touristische Themen unter den beliebtesten Vorbestellungen.

Bezüglich der Kampagne des Monats konnten wir uns dieses Mal einfach nicht entscheiden und müssen deshalb unsere zwei favorisierten Kampagnen vorstellen: Der Remote Control Tourist von Tourism Victoria ermöglicht es uns, digital nach Melbourne zu reisen und diese wunderschöne Stadt auf eine persönliche Art kennenzulernen.

Auch eine schöne Stadt kennenlernen dürfen die Gewinner der aktuellen Lufthansa Kampagne in Schweden: auf sie wartet ein ganzes Jahr Berlin für lau, inklusive Inlandsflügen, Wohnung, Fahrrad, ... - einziger Haken bei der Sache: sie müssen ihren Vornamen offziell in Klaus-Heidi ändern lassen.

Das waren die Neuigkeiten für den Monat Oktober. Den nächsten #vitaminschub gibt es dann im Dezember.



Über den Autor

Ilka Leutritz

ist Consultant bei der netzvitamine GmbH und schreibt u.a. den vierteljährlich erscheinenden #vitaminschub, der als kompakter Blogbeitrag die wichtigsten Infos und Hintergründe zu den Entwicklungen der digitalen Welt, dem eCommerce und dem Tourismus zusammenfasst. Als Lehrbeauftragte an der Dualen Hochschule in Ravensburg unterrichtet sie zudem den Kurs "eTourism".

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