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vitaminschub August 2013

von: Ilka Leutritz Datum: am 07.09.2013
Die achte Auflage der Monatszusammenfassung - aktuelle Infos und Hintergründe zu Entwicklungen der digitalen Welt und aus dem Tourismus im Monat August.

Das Sommerloch ist knapp überwunden, da geht es direkt rein in die Schlammschlachten um die Wahl. Wer nun Kotelett oder eher Würstchen ist wird sich bald entscheiden - zu hoffen ist, dass die Zukunft des Tourismus eher rosig als durchwachsen wird.

Aber erstmal zurück zum August. Hier die Meldungen - pünktlich zum CastleCamp in Kaprun:

// Reisemarkt

Die Krise in Ägypten hält an und weitet sich auch auf die Touristik aus. Die TUI hat bis 15. September alle Reisen nach Ägypten abgesagt.

Vielleicht ist Urlaub im eigenen Land die sicherere Variante für den ein oder anderen. Wer da aber den gemütlichen Komfort in den privaten 4-Wänden anderer bevorzugt, wird wohl bald enttäuscht. Die Vermietung von Wohnraum an Touristen wird in einigen Großstädten verstärkt geahndet.

Urlaub im eigenen Land bedeutete bisher auch die Kurtaxe bezahlen zu müssen, um überhaupt in die Nähe eines Strandes zu kommen. Schleswig-Holstein will die Kurtaxe nun durch eine Tourismusabgabe ersetzen, die direkt von den Unterkünften abgeführt wird. Ende September wissen wir mehr.

Um den Deutschlandurlaub dann über den (fast) kostenlosen Strand hinaus noch ein bisschen spannender zu gestalten, ermöglicht es einem die Bahn, die (verspäteten) Züge direkt in Echtzeit zu beobachten. Mangelndes WLAN an Bahnhöfen kann die Karten-Echtzeit-Freude natürlich schnell wieder zunichte machen, aber der gute Wille ist da!

Sollte das Echtzeit-Radar dem Deutschlandurlauber keine guten Neuigkeiten bringen, kann nun auch der Mobilitätsvergleich GoEuro genutzt werden, um schnell und übersichtlich die Verkehrsmittel Bahn, Auto, Fernbus und Flugzeug zu vergleichen. Verglichen wird nicht nur der Preis, sondern auch die Fahrtzeit.

Wer Unabhängigkeit im Straßenverkehr bevorzugt, darf nun bereits am Flughafen (zumindest in San Francisco und Boston) Autos anderer Privatpersonen mieten, die ihr Auto dem Unternehmen FlightCar zur Verfügung stellen, während sie selbst auf Reisen sind. Das Angebot beinhaltet auch den Shuttle Service vom Parkplatz zum Flughafen, die Versicherungen und eine Endreinigung – vergütet wird der Verleih selbstverständlich auch. Da bleiben doch fast keine Wünsche mehr offen.

Wunschlos glückliche Selbstbucher sind aber nicht für alle gut. Stationäre Reisebüros haben bei dieser Entwicklung das Nachsehen – sie müssen sich stärker denn je über qualitativ hochwertige, individuelle Beratung auch bei kniffligen Urlaubsplänen oder auftretenden Problemen profilieren. Gute Beratung wird wohl noch einige Zeit ein Alleinstellungsmerkmal sein können, allerdings gehört das Verteilen von Katalogen nicht dazu!

Wie dringend notwendig der Wandel für viele Reisebüros ist, zeigt auch die Branchenumfrage von Skift in den USA. 90% der Befragten gaben an, dass sie im vergangenen Jahr nicht über ein Reisebüro gebucht haben.

Wo gerade Qualität das Thema ist: Kayak nutzt zukünftig TrustYou, um Kundenbewertungen darzustellen. Nachdem Ex-Partner TripAdvisor eigene Wege gegangen ist und eine Metasuche (ähnlich der von Kayak) gelauncht hat, hat Kayak direkt mit dem Website-Relaunch den Bewertungsscore von TrustYou eingeführt. So werden aus Verbündeten Gegner.

Wie aus Gegnern wieder Verbündete werden können, zeigen Expedia und Travelocity (Sabre Tochter). Um im hart umkämpften und sich schnell wandelnden Markt der Technologie-Giganten auf dem Reisemarkt zu überleben, bedarf es ungewöhnlicher Verbindungen – zukünftig werden die beiden Unternehmen versuchen Synergien zu nutzen, um wieder an die Spitze zu kommen.

// Zahlen und Daten

Die Tatsache, dass Mobile erfolgskritisch für Unternehmen, das Social Web mehr als nur Facebook ist, die Chinesen stärker als je zuvor reisen und Google einen erheblichen Einfluss auf die Reiseindustrie hat, sind bekannt – Zahlen dazu liefert nun die EyeforTravel-Studie. Ergebnisse: 20% mobiler Verkäufe im Reisebereich in 2013, 8% der Nutzer würden über einen Social Web Kanal auch eine Reise buchen, 597 Millionen aktive Social Web-Nutzer in China sprechen für sich. Und: Google ist die Seite, die 42,7% nutzen, um ihre Urlaubssuche zu starten.

Nochmals bestätigt werden diese Erkenntnisse durch aktuelle Zahlen zur Nutzung sozialer Dienste durch urlaubshungrige US-Amerikaner. Über 50% posten während ihrer Reise Urlaubsbilder und Grüße.

Und dann kommt Deutschland. Laut NTT DATA eignen sich nur 25% der führenden deutschen Travel-Portale überhaupt für die mobile Darstellung. Was wiederum gut funktioniert, in unserer Bürokratie, ist die Einhaltung von Regularien – alle E-Commerce relevanten Buttons sind rechtskonform beschriftet.

Abgesehen von den technischen Hürden des Social Web und der mobilen Darstellung, ist es laut Faktenkontor-Studie essentiell für Reiseveranstalter, sich verstärkt in die Online-Kommunikation einzubringen. Die Studie belegt, dass hierfür insbesondere Blogs und Foren von hoher Bedeutung sind. Die positiven Nennungen der befragten Reiseanbieter lagen bei 7,2%, lediglich 0,7% der Beiträge hatten eine negative Tonalität.

Positiv zu bewerten scheinen die Kunden das klassische E-Mail Marketing. Die Wiederkäufer- und Response-Rate im Versandhandel liegt bei 32% (Suchwortanzeigen bei 28%, Banner bei 4%). Laut Studie des Bundesverband des Deutschen Versandhandels und Trusted Shops planen 44% der Befragten zukünftig noch mehr ins E-Mail Marketing zu investieren.

Mehr (Zeit) investiert werden sollte auch in die Analyse von Website-Daten30% der Besucher von Reise-Websites sind Scrapers. Und Google Analytics erkennt diese sogenannten Bots nicht immer. Höchste Zeit mehr über die guten und bösen Absichten der Bots zu erfahren.

Wer hier was im Schilde führt, weiß man nie genau – aber ein Kopf-an-Kopfrennen bleibt es zwischen Yahoo und Google allemal. Neueste Comscore-Zahlen für die USA zeigen, dass Yahoo mit knapp 4 Millionen Unique Visitors (bei einer Gesamtzahl von 196,5 Millionen Unique Visitors) vor den Google-Sites mit knapp 192,3 Millionen Unique Visitors liegt - für Deutschland gelten diese Werte noch lange nicht.

// Social Web

Im Kleinen können sich auch deutsche Netzwerke aneinander messen: Diesmal veröffentlichte Statista Zahlen: Erstmals sei XING im Juli 2013 das stärkste deutsche Netzwerk mit knapp 28,4 Millionen Visits. Wie auch immer man dies für die tägliche Arbeit im Social Web interpretieren möchte.

Ist Facebook dem Ende nah? Das wohl (noch) nicht - die Lebenserwartung sinkt trotzdem rapide, zumindest, wenn man einer 13-Jährigen New Yorkerin glauben will. Ob Facebook wirklich ein solch besagtes Oma-Netzwerk ist, oder die Plattform durch eine mögliche "Abwanderung" der Jugendlichen eventuell erst richtig aufblüht bleibt abzuwarten.

Kaum war der EdgeRank so wirklich verstanden, hat Facebook sich entschieden, den Newsfeed-Rank (NFR) einzuführen und so das effiziente Posten und Verbreiten von Neuigkeiten über den Newsstream etwas unvorhersehbarer zu machen. Einen Vorsprung sichern sich hier alle, die sich direkt mit den neuen "Regeln" beschäftigen und schnell lernen, wie man von den Neuerungen auch profitieren kann.

Bei Facebooks Änderungen den Überblick zu behalten, kann schon mal schwierig sein. Thomas Hutter bietet auf seinem Blog als Hilfe eine Übersicht zu den (kommenden) Facebook Werbeformaten.

Ein eventuell zukünftig kommendes Feature könnten zudem die Trending Topics sein. Diese Hervorhebung von besonders angesagten Themen wird aktuell scheinbar in der Desktop-Variante getestet.

Auch bei den Gewinnspielen auf Facebook hat sich einiges getan: Nachdem wohl kaum ein Unternehmen die Gewinnspielregeln vorab überhaupt beachtet hat, hat Facebook diese dann halt ganz aufgeweicht. So sind Gewinnspiele nun auch offiziell direkt auf den Pinnwänden der Unternehmenspages erlaubt.

Dass Twitter auch im Tourismus immer stärker genutzt wird, zeigt sich ggf. an der Öffnung des ersten Twitter Experience Hotels. Das Sol Wave House von Meliá hat auf Mallorca seine Türen geöffnet und organisiert sich mit seinen Gästen nun über Hashtags und 140 Zeichen. Hoteleigene Community, Minibarbefüllung oder sonstige Wünsche laufen hier über den "Twitter-Concierge".

Eine neue Video-App will Vine und Instagram Konkurrenz machen: Mixbit ist ein Startup, das nicht auf Social Media-Profile setzt, sondern das freie Zusammensetzen eigener und fremder Videoclips erlaubt. Das eröffnet spannende und kreative Möglichkeiten auch für Videos im Tourismus. Ob das Datenschutz- und Urheberrechtlich alles so sauber ist, dass nicht gleich eine neue Abmahnwelle folgt, sei dahingestellt.

Datenschützer-bezogen bedenklich ist der Aktionismus, der gerade in Bayern in eine neue Runde geht. Der ursprünglich Plan eines der 18 deutschen Datenschützer war, keiner öffentlichen Stelle mehr die direkte Einbindung von Social Plugins auf ihrer Website zu erlauben. Nur dann kam das beschauliche Allgäuer Bergdorf Oberstaufen mit einer neuen Torte.

Der ein oder andere stellt sicherlich auch noch dahin, was nun den perfekten Post für Facebook, Twitter, Instagram, Google+, Pinterest und Vine ausmacht. Dann ist diese Infografik vielleicht genau das richtige für Sie.

// Google und die Suchmaschinenwelt

Für alle, die mit Google+ nach wie vor noch nicht ganz warm geworden sind, listet die Internet World Business fünf Gründe für diesen Social Layer auf.

Google+ Local hat bei seinen Einträgen ein neues Bewertungschart eingeführt, welches die Anzahl der Nutzerbewertungen in den einzelnen Sternekategorien anzeigt und so Kunden einen noch genaueren Überblick bietet. Ein Blick auf das eigene Chart kann hier durchaus sinnvoll sein!

Screenshot © 2015 Google Inc.
Screenshot © 2015 Google Inc.

Ein Blick lohnt sich auch auf die neue Funktion in Google Maps für AdWords-Kunden: Diese können nun nämlich auch ortsbasierte Anzeigen schalten, welche passend zur Suchanfrage ausgespielt werden.

Auch die Beliebtheit von Google Chrome ist ungebrochen mit fast 50% weltweiter Nutzung. Bei dem großen Angebot an unterhaltsamen oder interaktiven Chrome Experiments und Chrome Extensions ist das gut zu verstehen.

Auch bei Google Glasses tut sich wieder was: Der Suchmaschinen-Riese ließ sich eine mögliche neue Form der Werbekostenberechnung patentieren - Pay-Per-Gaze. Statt über Pay-per-Click wie sonst in der Online-Werbung zu arbeiten, könnte zukünftig über eine Eye-Tracking-Software festgestellt werden, wenn jemand sich die Werbung anguckt.

Dass die Mehrheit der Onliner Google ständig nutzt, ist keine Neuigkeit. Nun wurde bei einem kurzen Totalausfall deutlich, wie bedeutend Google eigentlich ist: Obwohl es lediglich vier Minuten dauerte, bis Google wieder vollkommen funktionstüchtig war, gab es weltweit 40% weniger Web Traffic.

Nicht nur ein Google Ausfall bringt direkte Konsequenzen, auch wenn der Online-Händler Amazon in die Knie geht, sind andere Seiten stark betroffen.

Zwar kann man sich die Entwicklung der SEO-Faktoren über die letzten 10 Jahre beispielsweise in dieser Graphik angucken, aber immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben und entsprechend zu handeln erfordert viel Arbeit. Da lohnt es sich einige der Seiten mit den besten Rankings mal etwas näher zu betrachten. Auch die aktuelle moz-Studie hilft mit einer Übersicht zu den wichtigsten lokalen Rankingfaktoren 2013.

Google Street View lässt uns nun mal so richtig hinter die Kulissen blicken - und während mittlerweile bereits Zoos in gestochen scharfer Qualität abgelichtet werden und online allen zur Verfügung stehen, bleibt Deutschland weiterhin ein weißer Fleck der Street View-Landkarte. Macht der einstige Technologie-Vorreiter hier neben Frankreich, Italien und Co. alles andere als eine gute Figur?

Das neue Google Earth Experiment Tour Builder erfreut alle, die ihre Touren gerne schön visualisiert aufbereiten.

Vielleicht füllen ja zukünftig die Hotels, Einzelhändler und Gastronomen den Bilder-Flickenteppich step-by-step: Mit dem Angebot der Google Business Photos werden Innenansichten von zertifizierten Fotografen erstellt, die dann das Vorab-Erlebnis der Urlaubsregion stärken und gleichzeitig das Ranking verbessern sollen.

Dass Google stetig daran arbeitet, die Suchresultate weiter zu verbessern ist kein Geheimnis; dass dazu zukünftig eventuell Google Calendar, Google+ und GMail durchforstet werden, um noch persönlichere Suchergebnisse zu liefern, erfreut jedoch bei weitem nicht jeden.

Im August wurde das Google Keyword-Tool endgültig abgeschaltet. Als mehr oder weniger freudig genutzten Ersatz gibt es nun den Google Keyword Planer. Dafür hat Google das AdWords Hilfe Center überarbeitet, sodass alle nützlichen Informationen zu den Funktionen des Planers schneller gefunden werden.

// Hotellerie

Der Druck auf die OTAs erhöht sich weiter – Ende September wird ein Zusammenschluss aus Regensburger Hotels für 10 Tage nicht über die großen Buchungsportale sondern nur über das eigene Portal der Regensburger Hoteliers sowie die jeweiligen Hotel-Websites verfügbar sein. Die eingesparte Provision wird im Anschluss an soziale Projekte in Regensburg gespendet. Das nennt man wohl friedlichen Widerstand; der tatsächliche Erfolg wird hoffentlich auch kommuniziert.

Etwas raubeiniger gestaltet sich der Widerstand eines Viertels der in der Studie des Verbands HSMA, befragten Hoteliers: Diese halten sich einfach nicht an die vorgeschriebenen Best-Preis-Klauseln der Buchungsportale und stellen günstigere Preise auf ihren eigenen Seiten ein.

Bei all dem Widerstand trifft es sich gut, dass an anderer Stelle gerade Branchengigant Amazon seine Klausel zur Preisparität gestrichen hat. Dem Bundeskartellamt teilte Amazon Mitte August mit, dass die praktizierte Best-Preis-Garantie nicht weiter verfolgt würde. Bleibt abzuwarten, ob die OTAs nachziehen müssen.

Dem Drama Abhilfe schaffen könnte laut ZDF auch das Unternehmen HQ aus Berlin. Die Software von HQ nutzt verfügbare Hotelraten auf den Buchungsportalen, um den optimalen Zimmerpreis auf Basis der Preise der Konkurrenz sowie der Auslastungssituation einer Stadt errechnen zu können. Und wenn ein Hotelier dann „seinen“ Preis gefunden hat? Auf zu HRS mit dem neuen Preis?

Während das Thema Preisparität alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, werden andernorts klammheimlich elementare Neuerungen beschlossen. Odigeo, die Muttergesellschaft der Portale Opodo, GoVoyages und eDreams, macht gemeinsame Sache mit Booking. Dank Logo können die Portale dann doch noch auseinander gehalten werden...

Tripadvisor als Metasuche und Bewertungsportal mausert sich aus Sicht der kleineren Hotels zum Good-Cop und ermöglicht es Hotels, sich direkt mit der eigenen IBE dem Portal anzuschließen. Ein (auf den ersten Blick) "geringerer Arbeitsaufwand" für die Pflege der Vertriebskanäle dürfte vielleicht erstmal einigen gefallen.

Auch in der *Parahotellerie tut sich was. Bestfewo bezieht nun auch die vom DTV vergebenen Sterne der Ferienwohnungen und -häuser mit ein und zeigt diese direkt an.

Und während an anderer Stelle noch über die richtige Vertriebsstrategie diskutiert wird, steigert Motel One, u.a. durch stärkere Auslastung, seinen Umsatz und auch seinen Gewinn.

Gewinne wollen auch andere steigern und greifen dazu auf nachfrageorientierte Produktgestaltung zurück. In verschiedenen Hotels gibt es mittlerweile sogenannte Ladies Floors, die den reisenden Geschäftsfrauen einen besonderen Komfort, abgestimmt auf ihre Bedürfnisse, liefern soll.

Welche mittelalterlich angehauchten Bedürfnisse dahinter liegen, das Hotelzimmer mit Gemüse aus dem eigenen Garten zu bezahlen bleibt ungeklärt, als Werbe-Maßnahme ist die Aktion des österreichischen Hotels aber sehr aufmerksamkeitsstark.

Aufmerksamkeitsstark aber insbesondere menschlich stark sind 44 österreichische Unternehmer und vermeintliche Konkurrenten, die ein renovierungsbedürftiges Hotel im Ortskern durch den gemeinsamen Ankauf vor Spekulanten verschont haben. Im November wird dann, nach erfolgter Renovierung, Wiedereröffnung gefeiert – natürlich auch gemeinsam.

// In other news

Die Finalisten des Deutschen Tourismuspreises 2013 stehen fest - im August tagte die Jury in Berlin und stellte die Weichen für auszeichnungswürdige Innovationen und kreative sowie mutige Ansätze im Deutschlandtourismus. Der stolze Mix aus Destinationen, Reiseveranstalter, Hotellerie und MICE-Unternehmen wird am 24. Oktober in Lübeck beim Deutschen Tourismustag präsentiert und die Gewinner gekürt.

Screenshot © 2013 Deutscher Tourismuspreis 2013
Screenshot © 2013 Deutscher Tourismuspreis 2013

Sein Unternehmen und insbesondere auch die dahinterstehenden Gedanken und Meinungen transparent im Web zu vermitteln und so eine Außenwirkung zu ermöglichen, kann gut über ein Corporate Blog erfolgen. Björn Tantau bringt es auf den Punkt und zeigt die Chancen, die ein Corporate Blog mit sich bringt. Und so gerne wir auch bei Google+ aktiv sind, man muss sein Blog trotzdem immer weiter betreiben. Wer hier noch Überzeugung benötigt, sollte sich folgende Übersicht näher anschauen.

Überzeugung der visuellen Art leistet nun auch IKEA mit seiner neuen App: diese funktioniert in Zusammenhang mit dem Katalog und ermöglicht den Usern to "Try before you buy". Über Augmented Reality werden die Möbel direkt im eigenen Wohnzimmer angezeigt, sodass man sich gegebenenfalls das lästige Aufbauen direkt sparen kann.

Nicht sparen kann man sich in jedem Fall die durchdachte Gestaltung der Landingpages. Diese dienen als erste Kontaktpunkte zu potentiellen Kunden und sollten deshalb ganz besonders überzeugend wirken. Welche Faktoren man für ein optimales Landingpage-Design bedenken sollte, zeigt uns konversionsKRAFT.

Jede Website hat bereits so gut wie verloren, wenn sie die User nicht emotional anspricht. Manchmal muss der gesamte Aufbau leichter und simpler sein, um wirklich zu überzeugen. Und auch eMails sollten nicht unüberlegt runtergeschrieben werden. Neben gezielter Betreffzeile und personalisierter Ansprache gibt es noch so einiges mehr zu beachten.

Nachdem Mark Zuckerberg mit Facebook ein weltweites soziales Netz geschaffen hat, plant er nun das Internet für alle zugänglich zu machen, um so auch den 2/3 der Menschheit, die bislang keine Internetverbindung hat, diese zu ermöglichen. Eine intrinsische Motivation oder reine Selbstvermarktung?

Von dem Drittel mit Internet verfügt die Mehrheit mittlerweile auch über ein Smartphone und ist, zum Schrecken von so manchem, somit jederzeit zu lokalisieren. Dass dies auch positive Aspekte mit sich bringt, wie das kurzfristige Treffen von Bekannten in der Nähe, werden so manche erst noch feststellen.

Auch der PRISM-Vorfall zieht nach wie vor hohe Wellen nach sich und jeden Tag werden neue Datenskandale bekannt. Da wundert es kaum jemanden, dass die Nutzerzahlen von Tor, einem Anonymisierungsdienst, sich fast verdoppelt haben. Viele User wollen mehr Sicherheit und Anonymität im Web - welche Auswirkungen diese Entwicklung auf Analysedienste wie Google Analytics haben wird, lässt sich bereits erahnen.

Abwarten und Kaffee trinken geht auch im gerade neu eröffneten Café-Restaurant von Microsoft mitten im Herzen Berlins, in welchem man neben dem Essen die Geräte ausprobieren, jedoch diese nicht kaufen kann. Und wenn es gerade so richtig gemütlich ist, schlägt der US-Konzern überraschend zu und kauft das Handygeschäft von Nokia für 5,4 Milliarden Euro. Sinnvolle Investition oder verzweifelter Kauf, um Fuß in der mobilen Sparte zu fassen? Es wird interessant werden zu sehen, wie die Symbiose der beiden (zuletzt wenig erfolgreichen) Unternehmen verlaufen wird.

Screenshot © 2015 ProSiebenSat.1 Digital GmbH
Screenshot © 2015 ProSiebenSat.1 Digital GmbH

Ganz im Zeichen der Wahl im September vergeben wir die Kampagne des Monats im August an Pro7-SAT.1-Media AG für die Geh-Wählen Spots. Noch interessanter als der August werden dann wohl die Ergebnisse dieser Wahl, denn diese werden Weichen in der Branche stellen. Mehr dazu lesen Sie - hoffentlich positiver Natur - mit dem nächsten Vitaminschub Anfang Oktober.

Das waren die Neuigkeiten für August. Den nächsten #vitaminschub gibt es dann in einem Monat.



Über den Autor

Ilka Leutritz

ist Consultant bei der netzvitamine GmbH und schreibt u.a. den vierteljährlich erscheinenden #vitaminschub, der als kompakter Blogbeitrag die wichtigsten Infos und Hintergründe zu den Entwicklungen der digitalen Welt, dem eCommerce und dem Tourismus zusammenfasst. Als Lehrbeauftragte an der Dualen Hochschule in Ravensburg unterrichtet sie zudem den Kurs "eTourism".

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