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Digitale Trends – Welche Entwicklungen erwarten uns in 2018?

von: Isabell Reimer Datum: am 29.01.2018
Die Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Das Jahr 2017 war bereits von vielen interessanten Entwicklungen geprägt, so auch die Prognose für 2018! Welche Trends auch in diesem Jahr bestehen bleiben und welche Neuerungen Sie auf keinen Fall ignorieren sollten, erfahren Sie hier.
Mann am Laptop © pexels.com
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Websites

Eine gute Website mit strukturierten Daten ist 2018 noch unentbehrlich! Die ersten Sekunden eines Users auf der Site sind entscheidend und für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Somit ist es besonders wichtig, dass wir den Blick aufs Webdesign und das Content-Marketing richten:

  • Videos, Scrolling Effekte, sticky Navigationen und brutales Design mit auffallenden Schriften sind der Renner in diesem Jahr.
  • Mikrointeraktionen und die Anbindung von Künstlichen Intelligenzen - insbesondere also die Schaffung von Datenendpunkten zur Anbindung von Sprachassistenten und Chatbots auf/über die eigene Website sollte für jeden ein zentrales Beschäftigungsthema sein.
  • Im Content Marketing ist Qualität immer noch das A und O.
  • Die Personalisierung wird sich weiter Richtung Hyper-Personalisierung entwickeln.
  • Adaptiver Content, sprich verschiedene, angepasste Content-Varianten für unterschiedliche Nachfragesegmente, wird sich verstärkt weiterentwickeln und durchsetzen.
  • Automatisierte Content-Erstellung und Textroboter werden immer besser und könnten vermehrt Erleichterung für den Arbeitsalltag bringen.
  • Influencer bleiben weiterhin eine sinnvolle Möglichkeit der gemeinsamen Content-Produktion und des Aufbaus authentischer Markenbotschafter. Durch Micro-Influencer können Botschaften gezielt transportiert und Streuverluste vermieden werden.
  • Kundenservice ist wichtiger denn je - Käufer und User verlangen zunehmend 1:1-Dialog, Erreichbarkeit und schnelle Reaktionszeiten. Messenger Dienste sind hierfür eine passende Lösung und treten immer mehr in den Vordergrund.
  • Wer bis heute noch nicht gewechselt hat, sollte sich beeilen: Die Umstellung auf HTTPS ist 2018 keine freiwillige Entscheidung mehr.
  • Eine wesentliche Entwicklung zeigt sich auch in der Zahlungsbereitschaft für Medieninhalte. Ist das das Ende der Kostenloskultur? Die steigende Bereitschaft für Streamingdienste wie Netflix oder Spotify zu bezahlen zeigen deutliche Tendenzen.
Mann am Tablet © unsplash.com
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Search Engine Optimization (SEO)

Ein Blick auf die SEO-Aussichten zeigt, dass bekannte Basics auch in 2018 wichtig bleiben! Welche Themen neu kommen und welche Sie weiterhin bearbeiten sollten:

  • RankBrain, das von Google entwickelte AI System, ist bereits jetzt für einen Großteil des Suchergebnis-Rankings zuständig. Nun wird auch die Verweildauer von Nutzern auf einer Website (Dwell Time) berücksichtigt.
  • Nutzersignale sind entscheidend, relevanter Content und eine reibungslose User Experience verbessern den Nutzwert einer Seite für den User und steigern die Interaktion.
  • Die Relevanz von In-Depth Content steigt. Umfassender sowie sinnvoller Content, aber vor allem passender Kontext zählt.
  • Mobile ist bereits seit mehreren Jahren ein absolutes "Must have". In 2018 gibts nun Konsequenzen und der Mobile-First-Index rankt auf Basis der Qualität der responsiven Website.
  • Digitale Sprachassistenten werden so rasant weiterentwickelt, dass sich auch die Bedingungen für Suchanfragen stetig ändern. Voice Search wird dieses Jahr eines der wichtigsten Themen. Die Sprache als Ganzes rückt dabei in den Fokus und Keywords als solche verlieren an Gewicht.
  • Online-Videos begeistern User. Ob Entertainment, Wissensmanagement oder Mehrinformationen - Bewegtbilder unterhalten die Masse und bieten gleichzeitig Potentiale für die Suchmaschinenoptimierung!
Videoaufnahme auf Handy © unsplash.com
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Social Web

Bewegtbilder sind auch für das Social Web immer wichtiger und sollten in Ihrer Kommunikationsstrategie auf keinen Fall fehlen:

  • Online-Videos erhalten fünfmal mehr Aufmerksamkeit als Bilder. Die Nachfrage ist also groß und die Synergieeffekte erfolgsversprechend. Bieten Sie Qualität und platzieren Ihren bedürfnisorientierten Video-Content in den sozialen Netzwerken, auf Blogs und Websites.
  • Live-Streams, eine weitere Variante des Bewegtbildes, das für viele noch spannend und nicht überreizt ist. Live-Übertragungen erobern unsere Newsfeeds, denn sie bieten Unterhaltung und werden nebenbei auch von den Newsfeed-Algorithmen bevorzugt, wodurch sie oftmals eine deutlich höhere organische Reichweite erzielen.
  • Temporäre Inhalte, wie Stories auf Instagram oder Facebook bieten Vorteile aufgrund der Kurzlebigkeit sowie Positionierung und wirken zumeist sehr authentisch. Sie sind ganz oben im Newsfeed platziert und fallen damit als erstes auf. Das Verschwinden nach spätestens 24 Stunden kann bei den Usern die Befürchtung etwas zu verpassen herbeiführen, was oft zu schnellen Interaktionen führt.
  • Augmented Reality (AR) lässt die reale und die digitale Welt verschmelzen. Nutzen Sie die Möglichkeiten und machen Sie Ihren Content noch ansprechender und interaktiver.
  • Social Commerce, auch Social Shopping genannt, wird 2018 mehr an Bedeutung gewinnen. Jüngster Schritt ist Apples Entwicklung des iPhone X, mit dem bereits potenziell Zahlungen durch die Face ID autorisiert werden können.

Technik & IT

Wohin entwickelt sich die Branche, welche Prognosen gibt es und was sind die wichtigsten Trends in diesem Jahr?

  • KI (Künstliche Intelligenz) ist weiter auf dem Vormarsch und wird auch in diesem Jahr eine große Rolle spielen. Die Technologie fördert kontinuierliches Lernen und unterstützt das datengesteuerte Geschäft. KI wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, die von nützlichen Anwendungen über Spiele bis hin zu Werbung reichen.
  • Ebenfalls AI-getrieben und in diesem Jahr ein zentrales Thema sind digitale Sprachassistenten. Alexa & Co erleichterten uns den Alltag und durch smarte Displays beschränken sich die Assistenten nicht mehr rein auf die akustische Ebene, sondern zeigen Dinge, wie z.B. eine Routenplanung oder Kochrezepte.
  • Auch der Markt für VR (Virtual Reality), AR (Augmented Reality) und Mixed Reality (MR) wird in 2018 viel Beachtung finden. Immersive Erlebnisse steigern die User-Experience und ermöglichen dadurch ganz neue Wege für die Marketingstrategie. Diese Technologien finden bereits Anwendung in der Gaming-Branche, der Industrie oder auch im Tourismus. So ist ein virtueller Fallschrimsprung vom Burj Al Arab oder auch die Navigation via Headup Displays in Autos und Motorradhelmen schon länger Alltag.
  • Das Internet of Things (IoT) erhält mehr und mehr Einzug in unser Leben. Eine vernetzte Welt aus Gegenständen des Alltages wird immer realer und entlastet uns bei Prozessen im Business-Sektor, aber auch im Privathaushalt.
  • Blockchain, die grundlegende Technologie z.B. hinter Kryptowährungen ist nicht mehr zu stoppen. Die dezentrale Datenbank erfasst Transaktionen und Eigentumsrechte und findet bereits weiteren Einsatz in den Feldern Automotive, Insurance und Logistik.
  • Der Boom um Kryptowährungen hält weiter an. Neben der bekanntesten Währung Bitcoin, spricht man aktuell vor allem über Ripple. Anders als bei der Bitcoin-Verwaltung, die ausschließlich über User erfolgt, ist Ripple unternehmensgesteuert. Zudem bezieht Ripple Banken ein und will diese nicht zwingend umgehen. Während Transaktionen bisher mehrere Stunden oder auch Tage andauern, ist dies nun in wenigen Sekunden möglich.
Globus © unsplash.com
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Travel Trends

Die vorab genannten Neuerungen und Entwicklungen sind natürlich alle bereits relevant für den Tourismus. Darüber hinaus gibt es branchenspezifische Trends, die Sie in diesem Jahr auf keinen Fall verpassen sollten:

  • Individualreisen und maßgeschneiderte Experiences sind eine echte Alternative zur Pauschalreise, und gewinnt immer mehr an Zuwachs. Verstärkt werden einzelne Reiseleistungen nachgefragt und separat voneinander gebucht. Reiseportale haben diesen Wandel erkannt und reagieren mit der Erweiterung ihrer Angebote. Booking.com entwickelt sich beispielsweise weiter zu einem Vollsortimenter im Reisemarkt und auch Airbnb baut sein Aktivitäten-Sortiment deutlich aus.
  • Slow Travel etabliert sich als erfolgreiche neue Form von Erlebnisreisen. Eine Genuss-Alternative zum Hochleistungs-Tourismus, bei der Tempo drosseln, sich treiben lassen und richtig genießen im Vordergrund stehen.
  • Kollaboratives Reisen, eine Art die Authentizität und Erfahrung wiederspiegelt, bleibt relevant. Anbieter wie Airbnb, Couchsurfing, BlaBlaCar oder Uber verfolgen alle die Idee der Sharing Economy und schaffen ein Gemeinschaftsgefühl. Es geht ums Teilen, anstatt des Besitzen. Mit der Einführung von Airbnb Experiences wurde beispielsweise eine Möglichkeit geschaffen, das Reisen noch stärker wie Einheimische zu erleben.
  • Die Generation Z gewinnt immer mehr an Stärke. Als Early Adopter von Social Web und Technologien sind sie neugierig und technikaffin. Wenn noch nicht jetzt, werden sie Ihre nächsten Kunden sein. Seien Sie vorbereitet!
  • Mobile Buchungen sind der neue Standard und werden weiter zunehmen. Kurzfristige Entscheidungen und Spontanität sind die Treiber. So werden Experiences zunehmend erst gebucht, sobald der Reisende sein Urlaubsziel erreicht hat.
  • Der Geschäftsreise-Markt wird durch die neuen Technologien positiv beeinflusst werden. Das Such- sowie Buchungsverhalten wird sich stark verändern und Personalisierung erleichtert den Reisenden den gesamten Reiseprozess.

Die Digitalisierung schreitet also weiter voran und tangiert unseren Alltag intensiver denn je. Neben den zahlreichen Trends und Entwicklungen, die uns ständig in Bewegung halten, sollten wir eins dennoch nicht außer Acht lassen: die Ursprünglichkeit. Michael Domsalla beschreibt in seinem Artikel den uns eigentlich unentwegt begleitenden Trend, aus dem vieles andere entspringt.



Über den Autor

Isabell Reimer

studierte International Tourism Management an der FH Westküste in Heide und entdeckte hier bereits Ihre Affinität für eTourismus und digitale Themen. Ihr Weg führte sie in die Hansestadt Hamburg, wo Isabell einen Online-Reisevermittler für Ferienwohnungen und einen spezialisierten Anbieter für Digital Analytics unterstütze. Seit Anfang 2018 ist Isabell als Junior Consultant Teil des netzvitamine-Teams.

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