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Strategische Trends im Tourismus

von: Michael Domsalla Datum: am 11.04.2013
Gleich eine ganze Reihe von Branchenexperten geben Ihre Trends für das laufende Jahr (zur Erinnerung: 2013) ab. Für alle, denen der Text zu den Megatrends 2013 zu lang ist, hier eine kleine Aggregation mit eigener Dreingabe.

Den ausführlichen Beitrag gibt es bei den Kollegen von Wehmeyer + Heinrich + Hitzen

1. Produkt

Der Kunde wird immer individueller, auch jenseits des Luxussegments. Darüber müssen sich alle Unternehmen Gedanken machen. Über das Thema u.a. der Customer Journey kommt man schnell zu einem Schluß: nicht die Urlaubstypen, sondern die Urlaubsmoods werden immer interessanter - die Stimmungen, in denen der Gast schnell mal online Auszeit bucht. Diese Stimmung muß nicht dem Typen entsprechen. Da wird aus einem entspannten Familienurlaub schnell mal der Abenteuertrip. Und umgekehrt. Wird die Reiseplanung aufwändiger, z.B. wegen der Reisezeit und des Organisationsaufwandes, können die Urlaubstypen weiter helfen.

Aber wie macht man das? Mit:

2. Technologie

Business Intelligence wird immer wichtiger. Für individuelle Angebote müssen endlose Daten ausgewertet werden. Big Data kann jeder für sich anders einsetzen - aber der Einsatz kommt, will man weiter vorne mitspielen. Dabei stammen viele der Daten aus dem Social Web und den mobilen Anwendungen. Diese gilt es dafür zu optimieren, die Anwendungen müssen also die richtigen Daten erzeugen, damit man sie später auswerten kann. Wobei Social zum Standard wird, vor allem in der Markenführung und sich Mobile weiter zum First entwickelt: nicht weil es die Masse, sondern der direkte Trend zur Masse ist. Dabei steht das iPad und der Tablet Commerce noch nicht da, wo er hingehört, nämlich viel weiter vorne auf die Agenda, als die Smartphones.

Und wie geht das jetzt am Besten? Vielleicht mit den Trendideen zur:

3. Umsetzung

Ganz vorne steht die Weiterentwicklung des Content. Er soll nicht nur technisch gedacht werden (für welche Geräte brauche ich Content?) sondern auch inhaltlich: Wie kann ich meinen Content strukturieren, damit er auf allen Kanälen seinen Sinn macht? Reinhard Lanner nennt das sehr schön: Responsive Content Design. Damit erreiche ich dann auch deutlich mehr Influencer, die im Internet in Massen darauf lauern, meine Markenbotschaft mit Freude(n) weiterzugeben.

Das trifft dann auch die Werbung. TV wird immer fragmentierter, so wie alle Kanäle und das gesamte Marketing. Kein Problem - ist der Kunde doch auch fragmentiert. Dazu kommt in diesem Jahr die Werbung auf mobilen Geräten.

Die Fragmentierung geht weiter

Eigentlich geht nur einer der Trends in die entgegengesetzte Richtung: Regionalität ist die "Nachhaltigkeit im Tourismus". Letztlich findet Urlaub immer an einem Ort statt.

Hier treffen alle Trends zusammen. Individuelle Angebote und empfehlungsfähige Botschaften auf individualisierten Kanälen in großer Anzahl. Mithin zwingen die Punkte 1 bis 3 auch zu einem Metamodell im Marketing und entwickeln sich zugleich dort hin. Zusammenhalten kann das nur die Marke - gemeinsam mit technologischer Meisterschaft im Echtzeitmarketing. Zwischen beiden

  • Marke = Zeitlos und
  • Echtzeit = Jetzt

spannt sich der Zeitraum, in dem jeder seinen Weg finden muss, um seine Stärken auszuspielen.



Über den Autor

Michael Domsalla

liebt Marken - und ist der dienstälteste Experte für Digitales Marketing in Deutschland. Seine Arbeitsfelder sind digitale Markenführung, Social Web, integriertes Marketing und Crossmedia- Kommunikation. Seine Leidenschaft ist der Mittelstand.

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